Wer Wert darauf legt, die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der geschichtsträchtigen Stadt Rom näher in Augenschein
zu nehmen, sollte dabei auf keinen Fall die Vatikanischen Museen (Musei Vaticani) auslassen. Vor allem die
sixtinische Kapelle, die im eigentlichen Sinne nicht zu den Vatikanischen Museen gehört, wird jährlich von
zahlreichen Besuchern bewundert. Bei einem Besuch der Musei Vaticani kann man vor allem die päpstlichen
Kunstsammlungen näher betrachten. Weltweit stellt diese Sammlung die grösste und wichtigste dar - hier lassen
sich Werke aus dem orientalischen Altertum, der klassischen Antike, des etruskisch-italienischen Altertums,
des frühen Christentums, des Mittelalters, der Renaissance, das 19. Jahrhunderts und auch zeitgenössische Kunst finden.
Bei einem Rundgang durch die Vatikanischen Museen legt man eine Strecke von 7 km zurück. Kein Wunder, dass man
mit etwas Geduld rechnen muss, denn es kann durchaus vorkommen, dass man bis zu zwei Stunden am Eingang auf
Einlass warten muss. Man sollte sich deswegen auch darauf einstellen, dass es in allen Musei Vaticani immer sehr
voll ist. Insbesondere bei schönem Wetter verlängert sich die Warteschlange und kann bis zu einem Kilometer lang
sein. Touristen müssen zurzeit mit einem Eintrittspreis von 14 € rechnen. Ausserdem muss man eine
Sicherheitskontrolle im Eingangsbereich über sich ergehen lassen. Ebenso wichtig ist, auf angemessene Kleidung
zu achten, Knie und Schultern sollten stets bedeckt sein.
In den Vatikanischen Museen gibt es so viel zu sehen, dass man gar nicht auf alle Kunstwerke eingehen kann. Wir
möchten hier deswegen drei bedeutende Kunstwerke näher vorstellen: Die Augustus-Statue von Prima Porta beeindruckt
jedes Jahr zig Besucher und lässt sich im Braccio Nuovo des Museo Chiaramonti finden. Dargestellt wird Kaiser
Augustus, der Erbe und Grossneffe Caesars. Benannt wurde die Statue nach dem Ort, an dem man sie 1863 gefunden hat.
Bis heute ist die Statue eines der bedeutendsten römischen Kunstwerke, die heute noch in ihrer ursprünglichen Form
erhalten sind.
Nicht weniger bedeutend in den Vatikanischen Museen ist die Laokoon-Gruppe, bei der der trojanische Priester
Laokoon mit seinen Söhnen, die gerade gegen zwei Seeschlangen kämpfen, dargestellt wird. In der Geschichte erlangte
Laokoon vor allem deswegen Bekanntheit, weil er seine trojanischen Landsleute vor dem hölzernen Pferd, mit dem es
den Griechen gelang, Troja einzunehmen, gewarnt hatte. Der Überlieferung nach schickte Athene, die Schutzgöttin der
Griechen, die beiden Seeschlangen, damit diese den Priester und seine Kinder töten.
Am bekanntesten bei den Vatikanischen Museen dürfte aber wohl die Sixtinische Kapelle sein. In ihr befinden sich
mehrere der berühmtesten Gemälde auf der ganzen Welt. Ausserdem wird hier die Papstwahl, auch bekannt unter dem
Namen Konklave, abgehalten. Gebaut wurde die Sixtinische Kapelle zwischen den Jahren 1475 und 1483, unter der
Anleitung von Papst Sixtus IV., wodurch die Kapelle ihren Namen erhielt. Beim Besuch der Vatikanischen Museen kann
man auch die Sixtinische Kapelle besichtigen. Vor allem die Wandgemälde, die Szenen aus dem Leben von Jesus und
Moses zeigen, sind sehr bedeutend und stammen aus der Renaissance. Nicht weniger bewundernswert in der Sixtinischen
Kapelle sind die Deckenmalereien von Michelangelo und das Altargemälde.