Die Trajanssäule, auf italienisch Colonna di Traiano, ist eine Ehrensäule für den römischen Kaiser
Trajan. Sie befindet sich immer noch an ihrem ursprünglichen Standort, auf dem Trajansforum und
wurde bereits am 18. Mai 113 eingeweiht.
Insgesamt besteht die Trajanssäule aus 19 zylindrischen Marmorplatten, die zusammen mit dem grossen
Kapitell fast 30 Meter hoch sind. Was viele Kunstliebhaber ein wenig stört, ist allerdings die Tatsache,
dass die ursprüngliche Statue im Mittelalter verschwunden ist und deswegen im 16. Jahrhundert durch
eine Statue des heiligen Peter ersetzt wurde. Doch viele Touristen stört diese Tatsache nicht weiter,
denn wenn sie die Trajanssäule bereits von weitem sehen, sind sie so fasziniert, dass alles andere zur
Nebensache zu werden scheint.
Ursprünglich sollte das Monument wohl als Grabstätte des Kaisers dienen. Bis in die heutige Zeit hat
sich die Trajanssäule sehr gut erhalten und stellt noch immer ein Sieges-Zeichen des Kaisers dar. Durch
das Reliefband mit zahlreichen Figuren ist die Trajanssäule mit unzählbar vielen Bildererzählungen bestickt.
Dargestellt werden Szenen aus den Kriegen, die Trajan gegen die Daker erfolgreich geführt hat. Wer einen
genaueren Blick auf die Trajanssäule wirft, wird sehen, dass sich hier mehr als 2'500 menschliche Figuren
befinden. Der Kaiser Trajan selbst wird etwa 60 mal dargestellt.
Für Historiker hat die Trajanssäule nicht zuletzt deswegen einen besonderen Wert, weil man durch sie viel
über die Kleidung und Waffen im zweiten Jahrhundert erfahren kann. Zum Bedauern vieler Kunstliebhaber sind
mittlerweile viele der unzähligen Reliefdarstellungen durch die Abgase der Autos in Rom so sehr beschädigt,
dass man nur noch er ahnen kann, was sie darstellen sollen. Aber trotz dieser Tatsache darf sich die
Trajanssäule zu den beliebtesten und wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Rom zählen.
Man muss sich aber nicht nur damit zufrieden geben, die Trajanssäule von aussen zu betrachten. Denn die aus
ungefähr 18 Marmorplatten zusammengesetzte Siegessäule kann auch durch eine Wendeltreppe über 185 Stufen
erklommen werden. Wer es schafft und oben ankommt, wird mit einem schönen Ausblick auf der Plattform belohnt.
Hier kann man dann einen noch besseren Blick auf die vergoldete Statue des Apostel Petrus werfen.