Tiefe Gottesfurcht und religiöse Verehrung kann man noch heute im Pantheon in Rom spüren. Ursprünglich
handelte es sich bei dem Gebäude um ein Heiligtum, das allen Göttern Roms geweiht wurde. Heute rätseln
viele Historiker, welchen Göttern zu Ehren das Pantheon erbaut wurde.
Was man aber weiss, ist, dass das Heiligtum zwischen 118 und 125 n. Chr. errichtet wurde. Touristen,
die das Pantheon zum ersten Mal in Augenschein nehmen, werden überwältigt aus zwei Hauptelementen,
dem rechteckigen Grundriss mit Tempelfassade sowie einem Zentralbau mit Kuppel, der nach Süden hin
zeigt. Wer das Pantheon entworfen hat, bleibt bis heute ein Rätsel.
In der heutigen Zeit zählt das Pantheon zu den am besten erhaltenen Bauwerken aus der römischen
Antike und ist das Ziel zahlreicher Touristen. Seit dem siebtem Jahrhundert wird das Pantheon als
christliche Kirche benutzt. Nachdem der Kuppelbau, der den Himmel symbolisieren soll, durch ein Feuer
zerstört worden war, liess Kaiser Hadrian diesen 125 n. Chr. komplett neu errichten. Anders als viele
andere Gebäude in Rom, blieb das Pantheon vom Bauvorhaben der Päpste, welches zahlreiche Gebäude zum
Steinbruch avancieren liess, verschont. Der Status als Kirche, den das Heiligtum innehatte, verschonte
das Pantheon dennoch nicht davor, dass Papst Urban VIII. die Bronze-Decke einschmelzen liess, um daraus
Kanonen für die
Engelsburg (das Castel Sant'Angelo)
herstellen zu können.
So, wie Touristen das Pantheon heute bestaunen können, war es nicht immer. Erst im 15. Jahrhundert
begann man damit, das Heiligtum mit verschiedenen Gemälden zu schmücken. Seit der Renaissance nutzte man
die Kirche ausserdem als Grab. Hier fanden die Maler Raphael und Annibale Caracci ebenso ihre letzte
Ruhestätte wie der Architekt Baldassare Peruzzi und die italienischen Könige Vittorio Emanuele II. und
Umberto I. Eigentlich war geplant, das Pantheon noch imposanter erscheinen zu lassen. Allerdings kam es
zu Engpässen bei der Lieferung der Baumaterialien, so dass das Pantheon kleiner wurde als eigentlich
geplant. Touristen verzeihen diesen Fauxpas aber gerne, denn für sie stellt das Pantheon auch so eines
der imposantesten und beeindruckendsten Gebäude in ganz Rom dar.