Paris besitzt viele schöne und aussergewöhnliche Kirchen. Eine jedoch sticht aus allen hervor und ist einen Besuch alle male wert: die Basilique du
Sacré Coeur. Nicht nur architektonisch ist die Kirche ein Highlight, auch geschichtlich hat sie einiges zu bieten, das Besucher in den Bann zieht.
Die Sacré Cœur thront auf dem Hügel Montmartre und verschönert damit ganz Paris, denn schon von Weitem kann man die Kirche bestaunen. Aber auch von
der Kirche aus bekommt man einen herrlichen Ausblick über die Stadt der Liebe.
Als man beschlossen hatte, in Paris ein weiteres Projekt ins Leben zu rufen, bewarben sich gegen Ende des 19. Jahrhunderts insgesamt 79
Architekten und stellten ihre Pläne dem Erzbischof von Paris, der später Kardinal Joseph Hippolyte Guibert wurde, vor. Eindeutig für sich
entscheiden konnte diesen Wettbewerb der Architekt Paul Abadie. Seine Entwürfe hoben sich durch die römisch-byzantinische Bauweise eindeutig
von den anderen Entwürfen ab und imponierten dem Erzbischof von Paris. Also begann man damit, die Pläne von Abadie, welche vom Stil her den
Kirchen Hagia Sophie und dem Markusdom in Venedig glichen, umzusetzen. Allerdings verstarb Abadie 1884, weswegen man weitere sechs Architekten
damit beauftragte, Abadies Pläne umzusetzen.
Insgesamt kostete der Bau der Sacré Coeur 40 Millionen Franc, die teilweise durch Spenden aufgebracht wurden. Alle Spender wurden hinterher in
den Stein des Neubaus der Basilika Sacré Coeur gemeisselt. Die Fertigstellung der Sacré Cœur konnte man aber erst 1914 feiern. Was die religiöse
Widmung der Basilique du Sacré Coeur betrifft, so wurde diese dem Herzen Christi geweiht. Experten sind davon sehr überrascht, schliesslich weihte
man damals Kirchen ausschliesslich Maria.
Die Basilika Sacré Coeur ist 85 Meter hoch und imponiert vor allem durch die 55 Meter hohe Kuppel. Um die Sacré Cœur zu besichtigen, sollte man
am besten über den vorgelagerten Park Scare Willette die Treppen bis zur Basilika hinaufsteigen. Bereits beim Aufstieg erwarten einen fantastische
Ausblicke auf die Stadt der Liebe. Wer allerdings die Funiclaire, eine Art Seilbahn, benutzt, kann einen ebenso schönen Ausblick geniessen, ausserdem
haben so auch ältere Menschen die Möglichkeit, die Kirche zu besichtigen, ohne die vielen Treppen laufen zu müssen.
Am besten ist, wenn man der Sacré Coeur morgens zum Sonnenaufgang einen Besuch abstattet oder den Besuch auf den späten Abend verschiebt. So kann
man sich sicher sein, dass sich der Besucherandrang in Grenzen hält. Auf keinen Fall vergessen sollte man den Fotoapparat. Auch wenn das
Fotografieren in der Sacré Cœur verboten ist, so bieten sich doch beim Aufstieg wunderschöne Motive. Besuchen kann man die Basilika im Sommer jeden
Tag von 9 bis 18 Uhr, im Winter hat die Kirche täglich von 9 bis 17:30 Uhr geöffnet.
Besonders beeindruckend an der Sacré Coeur ist nicht nur das strahlende Weiss, in dem sich die Basilika präsentiert und dadurch wie mit Puderzucker
bestäubt aussieht, sondern auch die Tatsache, dass hier seit 100 Jahren Tag und Nacht ohne Unterbrechung gebetet wird.
Es ist eigentlich egal, wann man die Basilique du Sacré Coeur besichtigt, denn sie hält immer etwas ganz Besonderes bereit: Tagsüber kann man die
Kirche mit all ihren Besonderheiten genauer betrachten und geniesst beim Aufstieg einen fantastischen Blick über die Stadt Paris, nachts kann man
die Kirche dadurch, dass sie angeleuchtet wird, schon von Weitem strahlen sehen und wird in eine romantische Stimmung versetzt.